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"Fürther Gespräch" mit US-Botschafter William R. Timken

März 2006

Evi Kurz, die Vorsitzende der Ludwig-Erhard Initiative, zeigte sich hocherfreut, daß es ihr gelungen ist, den höchsten Repräsentanten der USA in Deutschland, seine Exzellenz den neuen Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika, William R. Timken jr. für einen Vortrag von Berlin nach Fürth zu holen.

Unter größtem Sicherheitsaufwand kam der hohe Gast in Begleitung seiner Gattin Sue und des amerikanischen Generalkonsuls Matthew M. Rooney in den wunderschönen Festsaal des Schlosses in Fürth - Burgfarrnbach.

Evi Kurz sprach in ihrer Begrüßung und Einführungsrede von der großen Affinität Ludwig Erhards zu den USA , daß Erhard sich selbst immer als amerikanischen Entdeckung betrachtete. Nach Kriegsende erkannten die Amerikaner sehr schnell Erhards Talente und förderten ihn, so daß er später entscheidend an der Währungsreform mitwirken konnte und in der Folge Vater des Deutschen Wirtschaftswunder wurde.

Evi Kurz sprach in ihrer Rede aber auch von den teilweise sehr schwierigen Beziehungen Erhards in seiner Zeit als Bundeskanzler (1963-1966) zu US-Präsident Lyndon B. Johnson und dessen unnachgiebiger Haltung in den Fragen des Devisenausgleichs, die auch mit zum Sturz Erhards als Bundeskanzler 1966 beitrugen. Die Umstände, so Evi Kurz, seien eben manchmal stärker als der politische Wille und weil dies so sei, käme alles auf die umsichtige Pflege dieser Umstände an und dazu gehöre die Einsicht, daß Beziehungen - auch zwischen Völkern und Nationen - keine Einbahnstraßen seien. 

Nach Grußworten des Fürther Oberbürgermeisters Dr. Thomas Jung, dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Fürth und einem Grußwort des IHK-Präsidenten Prof. Klaus Wübbenhorst dann der mit Spannung erwartete Auftritt des sehr sympathisch wirkenden US-Botschafters.

US-Botschafter William R. Timken (67) vor seiner diplomatischen Karriere großer Wirtschaftstycoon und mit seiner Firma Timken Company unter den 500 bedeutendsten US - Firmen und auf dem Weltmarkt vor allem mit der Herzogenauracher INA-Schaeffler-Gruppe konkurrierend. Der Botschafter, der in seiner Rede auch ausführlich auf Ludwig Erhard einging, sprach von der großen und historischen Bedeutung der deutsch-amerikanischen Beziehungen und gab der Hoffnung Ausdruck, daß diese sich als stabil und verlässlich erweisen. Anschließend stellte sich der Botschafter den Fragen der Mitglieder und Gäste der Fürther Ludwig-Erhard-Initiative.

Ein großer Tag für die Ludwig-Erhard-Initiative, für Fürth und für die deutsch-amerikanischen Beziehungen. 

Unter den Gästen der Fürther Ludwig-Erhard-Initiative waren:

Maria Elisabeth Schaeffler (INA Schaeffler), Werner Diehl (Vorsitzender des Aufsichtsrats der Diehl Stiftung), Matthew M. Rooney (US- Generalkonsul aus München), Prof. Dr. Klaus Wübbenhorst (IHK Präsident und Vorstandsvorsitzender der GfK AG), Dr. Ingo Riedel (Riedel Holding), Christian Schmidt (Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium), Karl Freller (Staatssekretär im Bayerischen Kultusministerium), Dr. Thomas Jung (OB d. Stadt Fürth), Dr. Siegfried Balleis (OB d. Stadt Erlangen), Prof. Andreas Falke (Direktor des Deutsch-Amerikanischen Instituts, Nürnberg), Thomas A. Schöck (Kanzler der Universität Erlg.-Nbg), Dr. Helmut Ludwig (Siemens AG), Gerhard Sussbauer (Schöller und Staedtler Stiftung)

Presseberichte zur Veranstaltung:

Ludwig Erhard Initiativkreis Fürth e.V. - Rückblick